„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“ – unter diesem Wort aus Psalm 121 versammeln sich am 19. September 2026 Gläubige aus den Gersthofer Kirchen zum ökumenischen Berggottesdienst auf dem Müllberg.
Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen bietet der Gersthofer Müllberg wieder den besonderen Rahmen für den gemeinsamen Gottesdienst. Der weite Blick über die Landschaft lässt auch das diesjährige Thema unmittelbar erfahrbar werden: den Blick zu heben, innezuhalten und über das unmittelbar Sichtbare hinauszuschauen.
Psalm 121 nimmt die Zuhörenden mit in ein Gespräch vor einem Aufbruch: Ein Mensch richtet seinen Blick zu den Bergen und fragt: „Woher kommt mir Hilfe?“ Darauf folgt die Zusage, dass seine Hilfe vom Herrn kommt – von dem Gott, der den Menschen auf seinem Weg behütet und begleitet. So wird das Bibelwort zu einer Einladung, auch den eigenen Blickwinkel zu verändern: Was beschäftigt mich gerade? Worauf richte ich meinen Blick? Und woher schöpfe ich Kraft für meinen Weg?
Musikalisch wird der Gottesdienst auch in diesem Jahr von den Schwäbischen Musikanten umrahmt, die zugleich Veranstalter des Berggottesdiensts sind. Ihre Musik verleiht dem Gottesdienst einen festlichen und zugleich offenen Charakter und trägt wesentlich zur besonderen Atmosphäre bei.
Der ökumenische Berggottesdienst wird so einmal mehr zu einem Zeichen gelebter Verbundenheit. Menschen aus unterschiedlichen kirchlichen Traditionen kommen zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, auf Gottes Wort zu hören und miteinander ihren Glauben zu teilen.
Und vielleicht ist genau das die passende Botschaft für diesen Ort: Ein neuer Blickwinkel verändert nicht das, was vor uns liegt, sondern die Art und Weise, wie wir darauf schauen.
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.“ Ein Wort, das über diesen Tag hinaus begleiten darf.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Coletta, Helmut und Jens (Gemeinde Gersthofen)