„Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden." (Apg 4,12) Mit diesem Bibelwort als Grundlage gestaltet Bezirksältester Rainer Stumpf den Gottesdienst am 3. Mai 2026. Eine Frage steht dabei im Mittelpunkt – eine Frage, die jeden Menschen bewegen sollte: Wie kommt man in den Himmel?
Wenn Apostel vor Gericht stehen
Zunächst führt der Bezirksälteste die Gemeinde in den biblischen Kontext: Petrus und Johannes wurden vor den Hohen Rat geladen, weil sie einen kranken Mann geheilt hatten. Das Wunder hatte Aufsehen erregt – und sogleich stellte sich die anklagende Frage: Aus welcher Kraft habt ihr das getan?
Petrus antwortete mit bemerkenswerter Klarheit und ohne Umschweife: Es war Jesus Christus. Kein anderer.
Aus dieser Begebenheit leitet der Dienstleiter einen zentralen Gedanken für das Leben der Gottesdienstteilnehmer ab: Das göttliche Wort ins Zentrum stellen. Bei Entscheidungen, in Konflikten, in Momenten der Unsicherheit – die entscheidende Frage lautet: Was sagt Gott dazu? Was sagt Jesus? Was spricht der Heilige Geist?
Petrus machte keinen Hehl aus seiner Überzeugung. Er bekannte sich in Wort und Tat zu seinem Herrn. Darin liegt eine Einladung an jeden Gläubigen: auch im Alltag auf Jesus Christus zu verweisen und zu bezeugen – es war mir möglich durch IHN.
Bemerkenswert wird dabei auch eine schlichte, aber tiefe menschliche Tugend hervorgehoben: Zuhören und ausreden lassen. Auch darin spiegelt sich ein Zeugnis für Jesus Christus – Respekt dem Nächsten gegenüber, Würde im Umgang miteinander. Jesus Christus schafft Heil, an dem sich die Gläubigen ausrichten dürfen – im Großen wie im Kleinen.
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben"
In einem weiteren Predigtbeitrag vertieft Priester Rainer Pinno (Vorsteher der Gemeinde Augsburg-Bärenkeller ) den Gedanken der Einzigkeit Christi. Er erinnerte daran, dass die Bibel Jesus Christus in weit über 200 Namen und Beschreibungen würdigt – eine Fülle, die die unerschöpfliche Größe des Herrn ahnen lässt.
Doch bei aller Vielfalt dieser Bilder bleibt eines unwandelbar: Jesus Christus ist alternativlos. Er ist Freund, Hoffnung und Zuversicht. Er selbst hat es gesagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Joh 14,6).
Um diese Alternativlosigkeit eindringlich zu verdeutlichen, wählt der Priester ein einprägsames Bild: Verschüttete im Bergbau haben nur einen einzigen Weg ins Leben – durch den Rettungsschacht. Es gibt keine Wahl, keinen Umweg, keine Alternative. Wer gerettet werden will, muss diesen einen Weg gehen.
Auf dem Weg des Heils bleiben
Die Botschaft dieses Gottesdienstes war klar und einladend zugleich: Allein in Christus selig werden. Nicht als Ausgrenzung, sondern als Einladung. Nicht als Anspruch, sondern als Zeugnis.
Darum wollen die Gläubigen den Herrn nicht nur bekennen, sondern ihm vertrauen, ihm dienen und ihn lieben – mit ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe. Denn es gibt keinen anderen Namen. Und das ist keine Einschränkung – das ist eine Verheißung.
Ein besonderer Moment: Diamantene Hochzeit
Der Gottesdienst trug noch einen weiteren, herzerwärmenden Anlass: Ein Ehepaar bekommt den Segen zur Diamantene Hochzeit – 60 Jahre gemeinsamer Weg. Als Begleitung auf diesem Weg wird dem Jubelpaar ein Bibelwort aus dem Prediger mitgegeben:
„Eine dreifache Schnur reißt nicht so bald" (Pred 4,12) – der Herr ist in der Mitte dieses Bundes, er geht weiterhin mit und hilft. Eine schöne Fügung: dasselbe Kapitel, dasselbe Vertrauen, dieselbe tragende Kraft.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Reno (Gemeinde Gesthofen)