Andreas Sargant, Leiter des Apostelbezirkes München, besuchte am 4. Dezember 2025 die Gemeinde Augsburg-Haunstetten. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Gemeinden Landsberg, Schwabmünchen, Mering und Göggingen eingeladen. Seiner Predigt legte er das Wort aus Lukas 1 die Verse 42 und 43 zugrunde: „Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“
Bezugnehmend auf das Lied des Chores sagte der Apostel, dass wir Gott unser ganzes Herz schenken wollen und der Gottesdienst in uns eine Veränderung bewirken soll („mach alles neu in mir“).
Zum vorgelesenen Textwort führte Apostel Sargant aus: Maria hat das Wort Gottes in ihrem Herzen bewegt, sie wollte ihrem Herrn dienen, sie wollte Gutes tun. Auch wir sollen nicht aufhören Gutes zu tun, was dem diesjährigen Jahresmotto entspricht: „Es ist Zeit, Gutes zu tun“. Nehmen wir den Ruf wahr, unserem Herrn zu dienen, auch wenn es mal nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen.
Er sei eine falsche Herzenseinstellung, wenn wir an Gott Ansprüche stellen, weil wir vermeintlich so viel für ihn getan haben. Dienen wir wie Maria dem Herrn mit Herz, Mund und Händen, das heißt auch in dem, was reden wir und was wir tun. Christus hört nie auf, an uns Gutes zu tun. Wir dürfen immer wieder die Heilstaten unseres Herrn an uns erleben, nicht zuletzt die Freisprache von unseren Sünden und die Gemeinschaft mit unserem Seelenbräutigam Jesus im Heiligen Abendmahl hinnehmen.
Unser Glaube soll nicht aufhören wie bei Maria, die geglaubt hat, auch wenn vieles geschehen ist, was sie sich völlig anders vorgestellt hatte.
Zu einem Predigtbeitrag wurde der Bezirksvorsteher des Bezirkes Augsburg / Nördlingen, Rainer Stumpf, gerufen. Er sagte unter anderm: ein kleiner Junge musste bei einem Grippenspiel den ablehnenden Herbergsvater spielen. Es widerstrebte ihm, Maria und Josef abweisen zu müssen, und – obwohl bei den Proben oft anders geübt - bei der Aufführung des Grippenspiels konnte er nicht anders, als zu Maria und Josef zu sagen: “klar, ich habe Platz für euch, kommt herein“. Schaffen auch wir aus innerem Drängen heraus immer Raum in unserem Herzen für Jesus – weil wir gar nicht anders können.
Der Vorsteher der Gemeinde Mering, Heinz Müller, führte aus: Maria nahm als seine leibliche Mutter am Leben Jesus teil. Auch wenn Christus sie in manchen Situationen sogar barsch angeredet hat, blieb sie treu an seiner Seite bis zum Kreuz. Auch wenn wir wegen unseres Glaubens einmal schroff angegangen werden, Gott ist immer an unserer Seite und bekennt sich zu uns - bekennen wir unseren Gott auch vor den Menschen.
Text: Matthias Schmidt
Bilder: Gabriele u. Anton Brunner