Am 16. November 2025 besucht Bischof Paul Hepp, stellvertretender Leiter des Apostelbezirks München, die Gemeinde Gersthofen. Dazu eingeladen sind die Gemeinden Augsburg-Bärenkeller, Bäumenheim und Neusäß. Dem Gottesdienst liegt das Bibelwort aus Offenbarung 22, 20 zugrunde: "Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, komm, Herr Jesus!"
Der Bischof gliedert seine Predigt in drei Abschnitte: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft und zeigt auf, wie eng diese Bereiche im Glaubensleben miteinander verbunden sind.
Vergangenheit - Blick auf Gottes Wirken
Im Blick auf die Vergangenheit erinnerte er an die großen Geschenke Gottes:
• Gott hat der Menschheit seinen Sohn gegeben und damit den Weg zum Vater geöffnet.
• Gott hat den Glauben an Jesus Christus geschenkt - einen Glauben, der immer auch auf die Zukunft ausgerichtet ist, in dem er die Wiederkunft Christi im Blick behält.
Gegenwart - Raum für Christus schaffen
Für die Gegenwart stellte der Bischof Jesu letzte Worte „Ja, ich komme bald“ in den Mittelpunkt.
Dieses „bald“ hat in göttlicher Perspektive eine andere Dimension als im menschlichen Zeitverständnis. Dennoch soll die Erwartung der Wiederkunft in der Christenheit lebendig bleiben.
Niemand kenne den Zeitpunkt, daher ist es ist entscheidend, dem Gedanken an die Wiederkunft Raum im Herzen zu geben und daran zu glauben, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, Gottes Liebe und Gnade zu erfahren.
Zukunft - „Amen – ich glaube daran“
Der Glaube an die Wiederkunft Christi führt zu einer klaren Reaktion: „Amen, komm, Herr Jesus!“. Diese Bitte sei kein Ausdruck von Lebensmüdigkeit, sondern Ausdruck der Liebe zu Jesus und Zeichen freudiger Erwartung.
Die Gläubigen sind daher dazu aufgerufen, sich auf die Wiederkunft Christ vorzubereiten und ihr Leben aktiv am Evangelium auszurichten – in Denken, Reden und Handeln.
Bischof Paul Hepp beendet seine Predigt mit der Frage:
„Spielt der Glaube an die Wiederkunft in deinem Leben noch eine Rolle? Denn es lohnt sich!“
In weiteren Predigtbeiträgen gehen Priester Nicolai Edtbauer (stellvertretender Leiter des Bezirks Augsburg/Nördlingen) und Rainer Pinno (Vorsteher der Gemeinde Augsburg-Bärenkeller) auf die Bedeutung der Offenbarung bzw. auf die Freude, die mit dem Glauben an die Wiederkunft Christi verbunden ist, ein.
Zusammenfassung:
Gott hat in der Vergangenheit Großes getan, er begleitet die Gläubigen in der Gegenwart, und schenkt ihnen eine Hoffnung, die weit über die heutige Zeit hinausweist.
Die Gläubigen werden dazu ermutigt, die Erwartung der Wiederkunft Christi lebendig zu halten und das Leben bewusst am Evangelium auszurichten – aus Liebe zu Jesus und voller Hoffnung auf die Zukunft.
Im Anschluss an den Gottesdienst erfolgte die Spendenübergabe an den Gersthofer Tisch.
Die Wiederkunft Christi ist einer der zentralen Punkte im neuapostolischen Glauben. Näheres hierzu ist im Katechismus unter 10.1 - 10.4 zu finden.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Martin (Gemeinde Gersthofen)