„Ist dein Glaube noch mit dem Salz des Evangeliums gewürzt?“ - Diese Frage stellte Bischof Paul Hepp, stellvertretender Leiter des Apostelbereichs München, am vergangenen Sonntag, 05.10.2025, als er den Gottesdienst zu Ernte Dank in der Gemeinde Augsburg-Stettenstraße durchführte. Dazu waren auch alle Stadtgemeinden Augsburgs sowie Friedberg und Neusäß eingeladen.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Kolosser 3, Vers 17 „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn“ zugrunde.
Zu Beginn seiner Predigt ging Bischof Paul Hepp auf das Eingangslied des Chores ein (Mappe 131), in dem es heißt „dass ich fühle, was ich bin" und stellte an die Gemeinde die Frage: „Fühlst du noch, dass du geliebt bist und Gott bei dir ist?"
Er betonte daraufhin, dass Erntedank auch bedeute, sich damit zu beschäftigen, was Gott bereits jetzt für uns tut und in Zukunft noch tun wird.
Als Beispiel für Gottes Gnade führte er an, dass wir im Gottesdienst zusammenkommen dürfen. Auch unterstrich er, dass wir mehr als genug Kleidung und ausreichend zu Essen haben dürfen.
Gleichzeitig appellierte er aber auch an unseren Umgang mit der Schöpfung: Erntedank bedeute etwa auch, darüber nachzudenken, wie wir mit den uns von Gott geschenkten Lebensmitteln umgehen und wie wir unsere Welt auch für nachfolgende Generationen noch bewahren können.
Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Gottesdienst, den Stammapostel Schneider vor zwei Jahren ebenfalls an Erntedank in der Gemeinde Stettenstraße durchführte.
In Bezug auf das Textwort ging der Bischof in der Folge darauf ein, dass unsere Taten und unsere Worte stets mit dem 'Salz des Evangeliums' gewürzt sein sollen: Als Christen können wir Gott vertrauen, ihm gleichzeitig aber auch unseren Dank zeigen.
Zwar sei Gott weder auf unseren Dank noch auf unser Opfer angewiesen, wir seien an Erntedank jedoch besonders dazu aufgefordert, über seine guten Taten an uns nachzudenken und unser Handeln in der Dankbarkeit daran entsprechend auszurichten. Beispielhaft nannte er hierbei etwa die Vergebungsbereitschaft und das Gebet. Er ergänzte den Willen, die Gemeinschaft im Gottesdienst aufzusuchen, Gott zu loben und Opfer zu bringen. Am Schluss seiner Predigt betonte unser Bischof unsere Aufgabe als Christen, in Übereinstimmung mit Jesus dem Willen Gottes entsprechend handeln zu wollen. Er unterstrich dabei insbesondere die Einheit unserer Kirche und forderte uns als Konsequenz unseres Glaubens dazu auf, in Übereinstimmung mit unserem Jahresmotto Gutes zu tun.
Evangelist Matthias Schmidt, Gemeindevorsteher aus Augsburg-Haunstetten sowie Priester Norbert Strixner, Gemeindevorsteher aus Neusäß, betonten in ihren Predigtbeiträgen ebenso die Wichtigkeit des Betens und der Dankbarkeit. Sie seien Grundlage dafür, dass wir uns unseren Glauben auch in unserem Inneren bewusst machen können. Sie unterstrichen außerdem die Güte Gottes in allen Dingen.
Nach dem Heiligen Abendmahl beendete der Bischof den Erntedank-Gottesdienst, der musikalisch von Chor und Orchester der eingeladenen Gemeinden umrahmt wurde, mit Gebet und Segen.