Mit neuen Schildern an den Ortseingängen treten die drei Kirchengemeinden Friedbergs gemeinsam auf. Die Stadt begrüßt die ökumenische Initiative.
„Bei uns sind Sie willkommen“ – mit dieser einladenden Botschaft begrüßen seit Kurzem neue Ortseingangsschilder die Besucherinnen und Besucher der Stadt Friedberg. Was schlicht aussieht, hat inhaltlich Gewicht: Denn erstmals treten die drei christlichen Kirchengemeinden Friedbergs gemeinsam auf – katholisch, evangelisch und neuapostolisch.
Von der Idee zum gemeinsamen Auftritt
Der Anstoß für das Projekt kam von Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl. „Die bisherigen Schilder waren zum Teil ausgeblichen, verrostet, und die Gottesdienstzeiten stimmten längst nicht mehr. Außerdem gab es nur Schilder der katholischen und der evangelischen Gemeinde – die neuapostolische Kirche war außen vor. Das wollten wir ändern“, so P. Brühl.
Statt einzelner Schilder schlug P. Brühl ein gemeinsames Schild vor – bewusst ohne feste Zeiten, dafür mit einem Hinweis auf eine neue ökumenische Internetseite: www.kirchen-in-friedberg.de.
„So bleibt alles aktuell – und noch wichtiger: Wir zeigen, dass wir in Friedberg als Kirchen zusammenstehen“, so P. Brühl.
Drei Farben, eine Botschaft
Die neue Gestaltung trägt diesen Geist in sich: Drei stilisierte Piktogramme in Gelb (katholisch), Violett (evangelisch) und Blau (neuapostolisch) stehen traditionell für die jeweilige Konfession, auf den neuen Schildern sind sie eng zusammengerückt. Darunter der klare Hinweis auf die gemeinsame Website. Von dort aus gelangen Interessierte direkt zu den aktuellen Angeboten und Gottesdienstzeiten der einzelnen Gemeinden.
Breite Unterstützung – auch von der Stadt
Beim gemeinsamen Ortstermin am Schild an der Augsburger Straße würdigte Bürgermeister Roland Eichmann die Aktion: „Das passt wunderbar zu Friedberg. Die neuen Schilder sind nicht nur optisch ein Gewinn, sondern zeigen den hervorragenden ökumenischen Geist unserer Stadt. Das ist ein starkes Zeichen für Gemeinschaft.“
Auch Pfarrer Dr. Falko von Saldern von der evangelischen Kirchengemeinde „Der Gute Hirte“ freut sich: „Wir stehen mit unseren unterschiedlichen Traditionen für ein gemeinsames Zeugnis des Glaubens. Dass wir das jetzt auch sichtbar nach außen tragen, ist überfällig.“
Für Priester Walter Schaller, Gemeindeleiter der neuapostolischen Gemeinde, ist das Schild ein besonderes Signal: „Es ist ein gutes Gefühl, nun auch sichtbar dazu zu gehören. Das Schild steht für das Miteinander und die Anerkennung, die wir in Friedberg seit Jahren erfahren.“
Schilder drücken eine Haltung aus
Die neuen Willkommensschilder wurden von den drei Kirchengemeinden finanziert und vom städtischen Baubetriebshof aufgestellt. Es gibt zwei Varianten: eine kompaktere an der stark befahrenen Joseph-Hohenbleicher-Straße und eine größere mit dem vollen Schriftzug an den weiteren Ortseingängen.
Einhellig loben die drei Kirchenvertreter und der Bürgermeister die neue Beschilderung als sichtbares Zeichen dafür, dass das Willkommen-Sein in Friedberg nicht erst an der Kirchentür beginnt.
Autor: Kath. Stadtpfarrei St. Jakob aus Friedberg