Der erste Treffpunkt für die Senioren unseres Bezirkes in diesem Jahr war das Kloster Thierhaupten. Etwa 140 Glaubensgeschwister aus 19 Gemeinden nahmen an diesem Treffen teil.
Wir begannen unser Zusammensein mit einem gemeinsamen Mittagessen, hatten danach Zeit, uns im Klosteranwesen die Beine zu vertreten, miteinander Lebens- und Glaubenserfahrungen auszutauschen und das sonnige Wetter zu genießen.
Am Nachmittag wurden wir durch die angenehme Hackbrettmusik des Trios „Los a mol“ unterhalten. Kaffee und Kuchen rundeten den kurzweiligen Tag ab.
Eine schöne Überraschung war der Besuch unseres Bezirksvorstehers Rainer Stumpf, der sich mit seiner herzlichen Art für viele Teilnehmer Zeit für Gespräche nahm.
Wir freuen uns schon jetzt sehr auf unsere nächste Begegnung beim Bezirks-Senioren-Gottesdienst am 15.06.25 um 10:30 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in Nördlingen mit anschließendem geselligen Beisammensein.
Dass es nicht selbstverständlich ist, dass man sich heute im Klosteranwesen in schöner Umgebung versammeln kann, zeigt die Geschichte des Klosters Thierhaupten:
Das Kloster wurde durch Herzog Tassilo III. von Bayern im 8. Jahrhundert gegründet. Im Jahr 955 erfolgte eine Plünderung im Zuge der Ungarnstürme, sodass Gebhard I. und Rapoto von Hohenwart das Kloster wieder errichten und neu ausstatten mussten.
Erneut wurde das Kloster im Jahr 1504 durch den Schwäbischen Bund zerstört und 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. Der Besitz des Klosters wurde versteigert und die Klostergebäude an den Donauwörther Bürgermeister und Gastwirt Andreas Dietrich verkauft.
Der letzte Abt des Klosters, Edmund Schmid, wirkte als Pfarrer in Thierhaupten und erwarb für 1100 Gulden im Jahre 1812 die Klosterkirche für seine Pfarrei.
Nach 180 Jahren privater, gutsherrschaftlicher Nutzung kaufte der Markt Thierhaupten 1983 die in desolatem Zustand befindliche Klosteranlage und sorgte für die dringend notwendige und umfangreiche Substanzsicherung und Sanierung, die gemeinsam von der Gemeinde, dem Freistaat Bayern, dem Bezirk Schwaben und dem Landkreis Augsburg getragen wurde