Am Mittwoch, den 15. Januar 2025, besucht Bischof Paul Hepp (stellvertretender Leiter des Apostelbereichs München) die Gemeinde Gersthofen. Dazu eingeladen sind die Gemeinden Asbach-Bäumenheim, Augsburg-Bärenkeller sowie Neusäß. Dem Gottesdienst liegt das Bibelwort Matthäus 7, 7 zugrunde: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“
Zu Beginn des Gottesdienstes bezieht sich der Bischof auf das vom Chor gesungene Lied „Herr, ich habe lieb" (Chorbuch Nr. 107) und erläutert, dass es sich dabei genaugenommen um ein gesungenes Gebet handelt. Und damit den perfekten Einstieg in diesen Gottesdienst bildet.
Er unterteilt den Bibelvers in drei Aspekte:
Im Gebet bitten wir mit Zuversicht für das irdische und ewige Leben von uns und unserem Nächsten. Wichtig hierfür ist, dass wir auch daran glauben, dass Gott, unser Vater, unser Bitten erhören kann.
Dennoch sollte uns immer bewusst sein, dass Gott nicht jede Bitte erfüllt. Dies wird am Beispiel Paulus deutlich, der dreimal darum bat vom "Pfahl im Fleisch" befreit zu werden und die Antwort "Lass dir an meiner Gnade genügen..." (2Kor 12, 8+9) erhielt.
Im Gebet suchen wir Anteil am Reich Gottes, welches wir bereits heute in der Gemeinschaft mit Jesus und in den Sakramenten erfahren können. Zudem können wir hier unser Verhältnis zu Gott und unseren Mitmenschen hinterfragen und damit die Quelle für den Willen Gottes finden.
Auch im Irdischen klopfen wir an Türen und warten auf ein "Herein". Ähnlich ist es im Gebet: durch demutsvolles Anklopfen bringen wir zum Ausdruck, dass wir im übertragenen Sinn Hoheitsgebiet Gottes betreten und auf ihn angwiesen sind. Und wenn wir genau hinhören, können wir nach kurzer Stille Wegweisung, Trost und Beistand als Antwort empfangen.
Abschließend fasst Bischof Hepp die Aspekte noch einmal zusammen: Wer Gott im Gebet bittet, ihn sucht und bei ihm anklopft, wird - durch seine Gnade - die Herrlichkeit sehen können.
In einem weiteren Predigtbeitrag überträgt Bezirksältester Rainer Stumpf, Leiter des Bezirks Augsburg-Nördlingen, diesen Dreiklang auf das menschliche Zusammenleben:
Mit der Anwendung dieses Dreiklangs verbessern wir nicht nur Beziehungen, sondern Entwickeln uns gleichzeitig zum Wesen Jesu.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Martin (Gemeinde Gersthofen)