Bischof Paul Hepp, stv. Leiter des Apostelbezirkes München, besuchte am 17. November 2024 die Gemeinde Augsburg-Haunstetten. Eingeladen waren auch die Gemeinden Göggingen, Landsberg, Mering und Schwabmünchen. Seiner Predigt legte er das Wort aus Johannes 14 den Vers 1 zugrunde: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“.
Das Textwort stammt aus den sogenannten Abschiedsreden Jesu, in denen er nicht zuletzt seinen engsten Jüngern offenbarte, was alles geschehen wird, z.B. auch, dass er aus ihren Reihen verraten und verleugnet werden wird – und Christus gab hierzu den Rat, dass ihr Herz darüber nicht erschrecken soll.
Bischof Hepp erinnerte gleich zu Beginn seiner Predigt an den diesjährigen Pfingstgottesdienst mit Stammapostel Schneider, der die Gläubigen aufgefordert hatte, sich auf die Grundelemente des christlichen Glaubens, den „allerheiligsten Glauben“, zu besinnen und zu konzentrieren, d.h. den Glauben an:
Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer,
Gott, den Sohn Jesus Christus, der das Opfer gebracht hat, auferstanden und gen Himmel gefahren ist und von dort wiederkommen wird,
Gott, den Heiligen Geist, der uns heute die Nähe Gottes bringt, seinen Willen verkündigt, Kraft und Trost schenkt.
Wenn man den griechischen Originaltext Johannes 14,1 wörtlich übersetzt, so würde er in etwa lauten: „wenn ihr an Gott glaubt, dann glaubt doch auch an mich, den Sohn Gottes“. Damals war das „alte“ Gottverständnis ausgeprägt, nämlich Gott als strafender Gott, was sich in Krankheit oder Armut zeigen würde, oder als segnender Gott, was sich in Reichtum und Gesundheit zeigen würde.
Christus wollte, dass die Menschen an ihn glauben, weil er Gott zeigte und verkörperte, wie er wirklich ist, nämlich als der liebende und erlösende Gott. In diesem Zusammenhang erwähnte der Bischof den Brief von Paulus an die Römer: „wer will uns scheiden von der Liebe Gottes – weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes . . .“ (Römer 8, 38-39).
Wer an Christus glaubt, braucht sich nicht zu fürchten, Angst zu haben oder zu erschrecken, denn Gott hält Alles in seiner Hand. Wichtig sei, so Bischof Hepp, dass wir uns immer wieder bewusst gegen das Böse entscheiden, denn wir sind keine Marionetten in der Hand des Bösen und damit zwangsläufig zur Sünde gezwungen, sondern haben die Kraft aus dem Heiligen Geist, dem Bösen zu widerstehen.
Priester Markus Eckhardt aus Mering, Priester Ralf Hoffmann aus Landsberg und der stellvertretende Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Augsburg/Nördlingen, Priester Nicolai Edtbauer, ergänzten und vertieften die Gedanken des Bischofs in ihren Predigtbeiträgen.
Ein Orchester und der Gemeindechor verschönerten den Gottesdienst und untermauerten mit so passenden Liedern wie z.B.: „Kennst du den Freund“ oder „Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertraue ich“ den Inhalt des Gottesdienstes.
Text: Matthias Schmidt
Fotos: Daniela Brunner