Der Reformationstag ist nach Überlieferung der Tag, an dem der Augustinermönch Martin Luther (1483–1546) am 31. Oktober 1517, einen Tag vor Allerheiligen, seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug.
Aus diesem Grund feiert die Evangelische Kirche jedes Jahr an diesem Tag das Reformationsfest mit einem Gottesdienst.
Im Rahmen der ökumenischen Verbindungen zwischen den Kirchen nahmen auch im Kirchenbezirk Augsburg/Nördlingen einige Vertreter und Mitglieder der Neuapostolischen Kirche an den Gottesdiensten der evangelischen Kirche teil.
In Harburg war der Oberkirchenrat i.R. Michael Martin zu Gast. Nach dem Gottesdienst trafen sich alle noch zu einem Umtrunk im Gemeindehaus. Hier ergab sich für Rainer Stumpf, Leiter des Kirchenbezirkes Augsburg/Nördlingen, seinen Stellvertreter Simon Friesch und Siegfried Karg, Leiter der Kirchengemeinden Harburg und Rudelstetten, die Gelegenheit zum Kennenlernen und zum gemeinsamen Gespräch. Der Oberkirchenrat war 20 Jahre für Ökumene und Kirchliches Leben in der evangelischen Landeskirche Bayern zuständig. Er ist bis Ende 2025 als Projektbeauftragter der Landeskirche für verschiedene ökumenische Jubiläen zuständig und arbeitet im Lutherischen Weltbund mit.
In Nördlingen predigte Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm in der St. Georgskirche. Er hatte das interessante Thema „Gottesdienst und Glück“. Bedford-Strohm war von 2011 bis 2023 Landesbischof der Evangelischen Kirche in Bayern und von 2014 bis 2021 zusätzlich Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Seit 2022 ist Bedford-Strohm Vorsitzender des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen. In seiner Predigt brachte Bedford-Strohm die einzelnen Elemente des Gottesdienstes, z.B. Kirche, Raum, Musik, Gebet, Sündenvergebung und Segen in Verbindung zu Aussagen in der Glücksforschung. Im anschließenden Beisammensein im Gemeindesaal ergab sich für Karl Mölle, Bezirksevangelist i.R., die Möglichkeit, Gespräche mit allen anwesenden Kirchenvertretern und mit Bedford-Strohm zu führen.
Text: Karl Mölle
Fotos: Karl Mölle und NAK Harburg