Am 07. August 2024 besuchte Apostel Andreas Sargant, Leiter des Apostelbereichs München, die Gemeinde Augsburg-Stettenstraße. Dem Gottesdienst legte er das Wort aus Jesaja 62, 1 zugrunde: „Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel“. Zum Gottesdienst waren die Gemeinde Augsburg-Lechhausen sowie alle abkömmlichen Amtsträger des Kirchenbezirks eingeladen.
Gott sagt uns seine Hilfe zu
Zur Einleitung in den Gottesdienst bezieht sich unser Apostel auf das Lied der Sänger „Herr, kehre ein“. Dieser Ausspruch soll den Gipfel der persönlichen Gottesdienstvorbereitung jedes Einzelnen darstellen. Wir können unserem Herrn nichts vormachen und verheimlichen, wir wollen an uns arbeiten, die Verbindung zu ihm suchen und ihn hierfür bei uns einkehren lassen.
In seiner Predigt legt der Apostel besonderen Fokus auf die Hilfszusage unseres Herrn durch den Propheten Jesaja. Vertrauen wir dem Herrn in seinem Versprechen, wie wir es auch in dem Lied singen, „Gott ist da“. Jedoch müssen wir manchmal geduldig sein und Vertrauen beweisen. Weiterhin sichert uns der Apostel zu „wir dürfen uns seiner Liebe bewusst sein“.
Glaube an Jesus Christus ist erforderlich
Manchmal könnte man der Meinung sein, dass Unglück, Sorgen und Nöte, die den Menschen widerfahren, eine Strafe Gottes ist. Unser Apostel betont ganz klar, es handelt sich hierbei keineswegs um Strafe, sondern Zulassungen und teilweise Prüfungen. Er vergleicht dies mit Lernzielkontrollen in der Schule: „Wo stehen wir aktuell [im Glaubensleben]?“ Um dies verstehen zu können ist der Glaube an Jesus Christus erforderlich. Verbindung im Gebet, wie wir es auch im Jahresmotto zugesagt bekommen, stärkt diesen ebenfalls.
Oft ist hierfür jedoch ein persönlicher Wandel nötig. „Haben wir noch das Verlangen in den Gottesdienst zu gehen? Haben wir noch das innige Verlangen nach dem Sakrament des Heiligen Abendmahls? Sind wir ein Bruder wie Milch und Honig?“ oder zeugen wir von unserem Gott?“ zitierte Apostel Sargant seinen Vorvorgänger, Apostel Hepp. Bekennen wir Gott, weil uns der Heilige Geist dazu anhält und das Wesen Jesu in uns lebt.
Predigtbeitrag: Manchmal bedient sich der Herr als Hilfsmittel im Nächsten
Bezugnehmend auf die vom Apostel angesprochenen Unglücke eröffnet Bezirksältester Stumpf, Leiter des Kirchenbezirks Augsburg-Nördlingen, seinen Predigtbeitrag mit den Worten „Des Herrn Arm ist nie zu kurz… aber das hat er uns auch schon lange gezeigt, indem er seinen Sohn gesandt hat“. Vielleicht wünscht man sich hin und wieder eine sichtbare, direkte Hilfe vom lieben Gott, der Herr sendet uns aber auch immer wieder Hilfe durch unseren Nächsten. Der Bezirksälteste erwähnt die Begebenheit aus Markus Kapitel 2, in der vier Männer Ihrem gelähmten Freund halfen über das abgedeckte Dach zu Jesus ins Haus zu gelangen. Wir dürfen auch solche Helfer für den Nächsten sein. Er griff den Gedanken des Stammapostels im letzten Übertragungsgottesdienst auf: „Einer trage des andern Last.“ Lasst uns immer daran denken, dass unser Handeln Konsequenzen für unseren Nächsten hat.
Ordination Diakon Stefan Katzer zum Priester
Vor dem Schlussgebet wurde Diakon Stefan Katzer mit den Worten „Sei ein wahrer Seelsorger“ ins Priesteramt ordiniert. Mit Bezug auf die Predigt, wies Apostel Sargant während seiner Ansprache darauf hin, dass seine neue Aufgabe nicht leicht sei, der Herr ihm aber stets die Kraft dafür gebe.