. . . klang langsam aus, viele der zahlreichen Gäste und Besucher sowie die Siebenbürger Sachsen hatten sich bereits auf den Heimweg begeben. Die Übertragung des Stammapostel-Gottesdienstes lag bereits einen Tag zurück …
Da fand ein besonderes Ereignis in den Abendstunden in der fast 650 Jahre alten Spitalkirche in Dinkelsbühl statt. Passend zum Namen Heilig-Geist-Kirche trafen sich vier Geistliche zu einer ökumenischen Abendandacht am Pfingstmontag.
Eingeladen hatten der evangelisch-lutherische Dekan Uland Spahlinger, Gemeindereferentin Monika Gröner von der römisch-katholischen Kirche, Frank Seeger, Prediger der Liebenzeller Gemeinschaft und erstmalig beteiligt, Stefan von der Grün, Gemeindeleiter der neuapostolischen Kirchengemeinde Dinkelsbühl.
Die freudige Begrüßung durch den Hausherrn folgte auf den musikalischen Willkommensgruß von Orgel und Trompete. Immerhin waren knapp 50 Besucher der ökumenischen Einladung gefolgt. Das Lied „Komm heilger Geist mit deiner Kraft“ stimmte auf Pfingsten ein, das Fest der Geburt der Kirche, wie dies Uland Spahlinger unterstrich.
In der Bibellesung aus Apostelgeschichte 2, 1-13 durch Stefan von der Grün, rückte das damalige Geschehen, die Übergabe des Heiligen Geistes auf die versammelten Jünger mit seinen Auswirkungen, in den Mittelpunkt.
Das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ leitete über auf die Auslegung des Pfingstgeschehens durch Monika Gröner. Sie zeigte am Beispiel eines Märchens, wie ein geringer Liebesbeweis neues Leben lebendig werden liess. Auch durch die Wirkkraft und dem „Erfülltsein“ des Geistes Gottes gelingt es Menschen aufeinander zuzugehen, so die katholische Gemeindereferentin. Durch ein Brausen, einen Sturm, den Atem Jesus, wurde der Heilige Geist lebendig und gab den Jüngern Mut und Vertrauen. Das Beispiel Luftballon zeigt – ohne Luft ist er schlapp und unscheinbar – aufgeblasen ist er groß und gut sichtbar. Gott möchte uns erfüllen mit seinem Geist, wie einen Luftballon mit Luft. Der Wind bewegt den Luftballon – so will uns auch Gottes Geist dorthin führen, wo er uns haben will.
Nach einem Taizélied, dem Glaubensbekenntnis, vorgetragen durch Frank Seeger und den anwesenden Gläubigen, folgten die Fürbitten und das Gebet „Vater unser“. Zum Ausklang stimmte die Gemeinde das Lied „Nun danket alle Gott“ an, das auch an der Kinderzeche im Juli zusammen gesungen wird: „Nun danket alle Gott“
Beeindruckend war der gemeinsame Auftritt im Altarraum aller vier christlichen Gemeindeleiter zum Schluss-Segen. Anschließend waren alle Anwesenden in den angrenzenden Spitalhof zum Gedankenaustausch eingeladen.
Text und Fotos: Karl Mölle