Der Sonntag war ein verregneter Tag. Trotzdem freuten sich die Mitglieder der Kirchengemeinde Nördlingen sowie viele Gäste und Geladene auf diesen Sonntagmorgen, den 11. Februar 2024.
Leitender des Gottesdienstes war Rainer Stumpf, der Leiter des Kirchenbezirkes Augsburg/Nördlingen. Bereits vor Beginn des Gottesdienstes stimmte das Gemeinde-Orchester unter Leitung von Thomas Jackwerth die Besucher auf das Geschehen ein.
„Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!“
Dieses Bibelwort aus Psalm 150, 1 und 2 war der Leitgedanke für die Predigt. Der Lobpreis des Menschen, des Glaubenden, des Christen gegenüber Gott dem Schöpfer stand im Mittelpunkt.
Beim Lobpreis bitten oder fordern wir nicht etwas von Gott, sondern wir preisen und danken ihm, für das was er getan hat und was er tun wird. Der Lobpreis gilt Gott, der die materielle und geistige Wirklichkeit, die Kirche und die Heilsgeschichte und schließlich auch den Menschen erschaffen hat. Lobpreis äußert sich nicht nur mit Worten, sondern indem wir ein Leben in der Liebe und Nachfolge Christi führen. „Das hast Du gut gemacht“ – so brachte es Rainer Stumpf immer wieder in einfachen Worten zum Ausdruck, als er die Vielfalt der sichtbaren und unsichtbaren Welt skizzierte.
Nach den Predigtbeiträgen von Siegfried Karg und Peter Sagemüller, Leiter der Kirchengemeinden Rudelstetten/Harburg und Mönchsdeggingen leitete der Bezirksvorsteher auf das Heilige Abendmahl und die Heilige Wassertaufe über. Damit war auch der besondere Höhepunkt des Gottesdienstes eingeleitet.
Die Zwillinge von Familie Spataro, Jonah und Samuel, empfingen das Sakrament der Heiligen Taufe.
Die Heilige Wassertaufe ist die erste und grundlegende Gnadenmitteilung des dreieinigen Gottes an den Menschen. Durch sie geschieht die Abwaschung der Erbsünde. Die Täuflinge werden aus der Gottferne herausgeführt und haben Anteil am Verdienst Jesus Christus und gelangen dadurch in ein Näheverhältnis zu Gott – sie werden Christen (Katechismus der Neuapostolischen Kirche).
In seiner Ansprache an die Eltern der Täuflinge wies Rainer Stumpf darauf hin, dass die Kinder in eine intakte Familie hineingeboren sind – „das hast Du gut gemacht“. Außerdem sind sie geborgen in der Gemeinde: „Ihr seid alle Taufpaten“ – so der ermahnende Impuls an die anwesende Gemeinde. Und – Gott ist immer da; allein ist man manchmal zerbrechlich, doch zusammen mit der Kraft Gottes ist man stark! Die Taufhandlung nahm ihren Fortgang in der Segnung des Wassers zur Taufe, in der Taufhandlung, der Abwaschung der Erbsünde und der Segensspendung.
Nach dem Heiligen Abendmahl und dem Schlußsegen fand der Gottesdienst mit einem Lied des Gemeinde-Chores unter Leitung von Thomas Walter den Schlußpunkt.
Danach waren alle Anwesenden zu einem kleinen Imbiss im Foyer der Kirche eingeladen.
Text: Karl Mölle
Fotos: Karl-Heinz Walter