Am 9. September 2026 besucht Ältester Rainer Stumpf (Leiter des Kirchenbezirks Augsburg/Nördlingen) die Gemeinde Gersthofen und feiert gemeinsam mit der Gemeinde Augsburg-Bärenkeller sowie Neusäß Gottesdienst. Im Mittelpunkt steht das Bibelwort aus 5. Mose 4,24: "Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott."
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Liebe Gottes, die sich in dem Bild des „verzehrenden Feuers“ und des „eifernden Gottes“ offenbart. Auf den ersten Blick mögen diese Begriffe streng oder sogar bedrohlich wirken. Der Heilige Geist machte jedoch deutlich, dass Gott nicht den Menschen verzehren möchte, sondern alles, was zwischen ihm und dem Menschen steht.
Gottes Feuer dient der Reinigung und Formung. Wie ein Schmied Eisen im Feuer bearbeitet, so möchte Gott an unserem Inneren wirken. Alte Enttäuschungen, Frust, Neid, Ängste oder Stolz dürfen wir ihm übergeben. Seine Liebe hilft uns, Belastungen loszuwerden und den Weg zur neuen Kreatur in Christus zu gehen.
Der „eifernde Gott“ wurde als ein leidenschaftlich liebender Gott beschrieben. Er wirbt um das Herz des Menschen und möchte nicht nur einen festen Platz im Kalender haben, sondern vor allem einen Platz im Herzen. Gott kennt jeden Menschen, begleitet seine Lebensgeschichte und ruft ihn immer wieder in die Gemeinschaft mit ihm.
Dabei stellt sich die Frage, wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken. In den täglichen Entscheidungen unseres Lebens dürfen wir uns bewusst für Gott entscheiden und ihm den Vorrang geben. Er möchte uns vor allem bewahren, was seinen Platz in unserem Herzen einnehmen könnte.
In einem weiteren Predigtbeitrag griff Gemeindevorsteher Stefan Dommer (Gemeinde Gersthofen) den Gedanken der geistlichen Reinigung auf. Anhand des Bildes eines „Frühjahrsputzes“ machte er deutlich, dass auch das Herz und die Seele regelmäßig aufgeräumt werden müssen. Manche Belastungen, Sorgen oder negativen Eigenschaften haften oft hartnäckig an uns und lassen sich nicht allein aus eigener Kraft entfernen. Die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes wirken dabei wie ein reinigendes Feuer, das alles beseitigt, was die Gemeinschaft mit Gott beeinträchtigt. Wo der Mensch Gott Raum gibt, entstehen Freiheit, Freude und neuer innerer Frieden.
Priester Dommer ermutigte die Gemeinde, dem Herrn bewusst mehr Platz im Herzen einzuräumen und alles Belastende seiner heilenden und verwandelnden Liebe zu übergeben.
So wird Raum geschaffen für das Wirken Gottes und ein vertieftes Glaubensleben.
Besonders wurde auf Jesus Christus hingewiesen, der durch sein Opfer den Weg zur Erlösung geöffnet hat. Seine Liebe nimmt Schuld, Sorgen und Ängste hinweg. Wer sich ihm anvertraut, darf die befreiende Kraft seiner Gnade im heiligen Abendmahl erfahren.
Hervorgehobene Gedanken
Getroffene Erkenntnis
Wir sind eingeladen, unser Herz für Gottes Wirken zu öffnen, alles Belastende seinem „verzehrenden Feuer“ zu übergeben und ihm den ersten Platz in unserem Leben einzuräumen. Dadurch entsteht Raum für mehr Glauben, Frieden und die lebendige Gemeinschaft mit Gott.
Text: Reno (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Martin (Gemeinde Gersthofen)