Am 4. Januar 2026 feiern die Gemeinden Gersthofen und Augsburg-Bärenkeller den Gottesdienst zum Jahresbeginn 2026. Dem Gottesdienst liegt das Bibelwort und Jahresmotto aus Markus 5, 36 zugrunde: "Fürchte dich nicht, glaube nur!".
Predigtgedanken von Bezirksältestem Rainer Stumpf (Leiter des Bezirks Augsburg-Nördlingen)
Der Bezirksälteste macht zu Beginn deutlich, dass Gott nicht an Jahreszahlen oder Zeitabschnitte gebunden ist. Für Gott steht der Mensch im Mittelpunkt - getragen von seiner Gnade und Zuwendung, die sich immer wieder neu zeigt.
Angst gehört zur Welt, in der wir leben, und prägt unser Denken und Handeln. Sie soll jedoch nicht das letzte Wort haben. Vergleicht man Angst mit einem dunklen Raum, zeigt sich: Wo Licht entzündet wird, verliert die Dunkelheit ihre Macht. Dieses Licht ist das Evangelium, das sowohl im Gottesdienst, aber auch im Miteinander innerhalb der Gemeinde, erfahrbar wird.
Das Jahresmotto geht auf die Begebenheit der Auferweckung der Tochter des Jaïrus zurück. Jesu Worte sind seine unmittelbare Reaktion auf die Todesnachricht und zugleich der eindringliche Aufruf, der Angst nicht die Herrschaft zu überlassen. Angst wird dabei nicht kleingeredet, sondern ernst genommen. Dennoch soll am Ende der Glaube stehen, nicht die Furcht.
Dieser Glaube schenkt Vertrauen in die Liebe Gottes. Wie es im Johannesevangelium heißt: „Die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.“ Selbst wenn Gefahren real sind, gilt: Gott ist größer als jede Bedrohung.
Weitere Predigtbeiträge
Priester Andreas Sommer (Gemeinde Gersthofen) greift die Frage auf, wie wir dem neuen Jahr begegnen. Zwischen Zukunftsangst und alltägliche Sorgen stellt Gott ein greifbares Geschenk: den Glauben. Dieses Geschenk will in Hoffnung angenommen werden, getragen von der Gewissheit der Wiederkunft Jesu.
Priester Rainer Pinno (Gemeinde Augsburg-Bärenkeller) macht darauf aufmerksam, dass Angst von Gott trennt und den Blick auf das Wesentliche verstellt. Umso wichtiger sei es, das eigene Glaubensleben regelmäßig zu prüfen und im Hinblick auf die ewige Gemeinschaft mit Gott die richtigen Prioritäten zu setzen.
Fazit
Das Jahresmotto erweist sich als sehr persönlicher Auftrag. Es lädt dazu ein, sich intensiv mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen, Fragen zuzulassen und neue Festigkeit zu gewinnen - nicht nur in diesem Jahr, aber gerade in diesem.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Martin (Gemeinde Gersthofen)