Am 7. April 2024 fand in der Gemeinde Augsburg-Haunstetten ein Gottesdienst statt, in dem drei Konfirmandinnen und ein Konfirmand den Segen zu ihrer Konfirmation erhielten. Den Gottesdienst führte der Gemeindevorsteher, Evangelist Matthias Schmidt, durch. Seiner Predigt legte er das Wort aus Johannes 14, Vers 6(a) zugrunde: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“
Der Vorsteher begann sein Dienen, indem er Bezug nahm auf das Lied des Chores, das mit den Worten beginnt: „Ich reiche Herr, dir, beide Hände“ (CM 290) mit der Empfehlung an die Konfirmanden und an die ganze Gemeinde, Gott nicht nur eine Hand, sondern beide Hände zu reichen, denn so könne man vermeiden, dass immer wieder geistige Kräfte an der anderen Hand ziehen und man zerrissen wird oder vom eigentlichen Weg, der Jesus Christus ist, abkommt.
Menschen fragen oft nach dem Sinn des Lebens – der wichtigste Sinn in unserem Leben sei, in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu kommen. Christus hat ja verheißen, die Stätte zu bereiten und dann wiederzukommen, um die Seinen zu sich zu nehmen (Joh. 14,3), führte Ev. Schmidt aus.
Jesus Christus ist der Weg zum Heil. Es sei wichtig, diesen Weg nicht nur zu kennen oder auf ihm zu stehen, sondern ihn zu gehen, d.h. sich innerlich weiterzuentwickeln und im Glauben und Vertrauen an Jesus zu wachsen, sich Christus in allem Handeln zum Vorbild zu nehmen. Durch Glaubenserfahrungen wird man stark und sicher – auch wenn das Leben manches Mal Verwirrungen und Ungerechtigkeiten mit sich bringen kann und man zwischendurch den Weg vielleicht gar nicht mehr sieht, oder man meint, im Kreis zu laufen. Der Glaube und das Vertrauen an Christus führen sicher ans Glaubensziel, helfen aber auch in manchen Alltagssituationen.
In einer Zeit, in der Fake-News schon fast zum Alltag gehören, ist und bleibt Christus die Wahrheit. Wahr ist, dass er wiederkommen wird, und wahr ist, dass er alle Menschen bedingungslos und grenzenlos liebt – er kann gar nicht anders, denn er ist die Liebe, so der Gemeindevorsteher.
Gott hat uns das Leben auf dieser Erde geschenkt, dass wir es genießen und gestalten. Aber, wenn Christus sagt, dass er das Leben ist, dann meint er damit das ewige Leben in seiner Herrlichkeit, in der es kein Leid, keinen Schmerz und selbst den Tod nicht mehr geben wird. Christus will, dass wir alle dahin kommen, weshalb es sich lohnt, Christus beide Hände zu reichen.
Alles Gesagte gelte nicht nur den Konfirmanden, sondern der ganzen Gemeinde. Evangelist Schmidt zitierte diesbezüglich Stammapostel Schneider, den Leiter der Neuapostolischen Kirch international, mit den Worten: “Der eine oder andere steht möglicherweise an einem Scheideweg in seinem Leben. Wähle den Weg Christi! Andere fragen sich: Wer sagt die Wahrheit? Die Antwort ist eindeutig: Christus! Wieder andere finden ihr Leben langweilig und uninteressant. Setze dich ein für Christus!“
Priester Rolf Müller nahm in seinem Predigtbeitrag nochmals Bezug auf das vom Chor gesungene Lied, dass Christus „Leitstern“ für die Konfirmanden in der vor ihnen liegenden Zeit und bei allen wichtigen Entscheidungen sein soll.
Nach der Sündenvergebung und einer kurzen Ansprache stellte Evangelist Schmidt den Konfirmanden drei – wie er sagte – lebensentscheidende Fragen:
ob sie sich zum neuapostolischen Glauben bekennen
ob sie ihr Leben nach Jesus Christus ausrichten wollen
und ob sie sich auf die Wiederkunft Christi vorbereiten lassen wollen.
Nach dem Ja-Wort und dem Ablegen des Konfirmationsgelübdes empfingen die Konfirmanden den Segen Gottes mit Seiner Zusage an die Konfirmanden, dass ER allezeit – jede Sekunde – bei ihnen ist bis ans Ende der Welt.
Der Gottesdienst wurde neben dem Orgelspiel feierlich umrahmt von schönen Vorträgen des Gemeindechores und -Orchesters.