Am Mittwoch, den 13. März 2024 besuchte Apostel Andreas Sargant die Gemeinde in Mering. Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Lukas 18 Vers 13 zugrunde: „Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Der Gottesdienst wurde von Chor und Gemeindeorchester umrahmt.
Apostel Sargant beschrieb in seiner Predigt zunächst die zwei gegensätzlichen Menschen aus diesem Gleichnis: Es heißt in diesem Gleichnis weiter, dass der Zöllner gerechtfertigt wurde und nicht der Pharisäer. Denn: Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wir erhöht werden.
Der Pharisäer hat in seinem ganzen Leben versucht die Gesetze einzuhalten und dies auch nach außen getragen. Er hat sich angestrengt die Gebote zu halten, er hat wahrscheinlich auch viel gebetet. Die Einstellung des Pharisäers war aber nicht ganz in Ordnung. Er hat nicht auf sich geschaut, sondern darauf, was alle anderen falsch machen. Die Zöllner waren damals verhasst, weil sie sich mit der Besatzungsmacht der Römer gut gestellt und sich wohl auch selbst bereichert haben. Aber der Zöllner hat erkannt, dass er auf die Gnade Gottes angewiesen ist. Er hat nicht andere beurteilt, sondern hat sich demütig gezeigt.
Das Gleichnis zeigt, dass die Nächstenliebe wichtiger ist als religiöse Disziplin. Wir werden ermahnt, demütig gegenüber Gott und dem Nächsten zu sein und den Nächsten nicht zu verurteilen. Gott liebt den Nächsten genauso wie er uns liebt. Wir verstehen vielleicht nicht, warum Menschen bestimmte Eigenschaften haben, aber der Herr versteht alles. Die Selbstreflektion ist notwendig um in der Demut offenbar zu werden. Das hat der Pharisäer nicht gemacht, er hat auf die Anderen geschaut. Wenn wir demütig sind, werden wir uns unserer eigenen Unvollkommenheit bewusst.
Nach einem Predigtbeitrag von Priester Bornemann aus der Gemeinde Mering feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl.