Das ist eine Frage, mit der sich jeder Mensch, und Christen im Besonderen, immer wieder auseinandersetzen sollen. Mit dieser Frage und dem Gleichnis vom verlorenen Sohn setzte sich der Gottesdienst am Sonntag, 17.03.2024, in der Kirche Augsburg-Stettenstraße inhaltlich auseinander.
Der Leiter des Kirchenbezirkes Augsburg/Nördlingen, Bezirksältester Rainer Stumpf, diente Kindern und Jugendlichen mit dem Bibelwort aus Lukas 15, 18: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir“. Der Gottesdienst wurde von jungen Musikern mit Chor und Orchester umrahmt.
„Durch Ärger, Sorgen und die Sünde kann es passieren, dass wir uns von Gott entfernen. Auch mit unserem Verhalten und gewissen Charaktereigenschaften, kann man sich vom Willen Gottes distanzieren“, so der Bezirksälteste. Doch im Gottesdienst ging es eben nicht nur darum, wie der Mensch sich von Gott entfernt. Es wurde vielmehr aufgezeigt, dass Gott, gleich dem verlorenen Sohn, den Menschen gerne aufnimmt, der zu ihm umkehrt und sich zu ihm bekennt. Ein Priester stellte in einem Co-Predigtbeitrag die rhetorische Frage: „Kinder, seid ihr schon mal dreckig vom Spielplatz heimgekommen? Seid ihr trotzdem ins Haus gelassen worden?“ Der bußfertige Mensch kann sich immer auf die Güte Gottes verlassen. Im Gleichnis richtet der Vater ein Fest aus für den zurückgekehrten Sohn. Am Ende des Gottesdienstes stand der Dreiklang:
gehen – umkehren – bleiben!
Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Kinder, um zusammen mit jugendlichen Paten eine Schnitzeljagd zu veranstalten. Dabei mussten Fragen zum Kirchenbezirk und zur Musik beantwortet werden. Zur Stärkung gab es Wienerle und Semmeln.
Nach dem Mittagessen rief die Orgel alle wieder ins Kirchenschiff zum zweiten Teil des Tages. Frau Tönchen, alias Ingrid Hausl, brachte ihren Koffer voller Musik mit. Zusammen mit Peter Bader, Organist der Basilika St. Ulrich und Afra, und den Musikern des Jugendorchesters des Kirchenbezirkes, stellte Frau Tönchen den Kindern verschiedene Instrumente vor. Sie gab auch Tipps, wie man zuhause selbst eine Gitarre, eine Trompete oder andere Instrumente basteln kann. Zum Abschluss sangen und spielten alle das Lied „Laudato Si“.
So endete ein schöner musikalischer Nachmittag.