Am Donnerstagabend, den 25. Januar 2024 besuchte Apostel Andreas Sargant die Gemeinde Friedberg. Zu dem festlichen Gottesdienst war die Nachbargemeinde Mering eingeladen. Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Matthäus 20, 28 zugrunde: "so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele." Zur großen Freude der Gemeinde wurde im Rahmen des Gottesdienstes Anette Kraut als Diakonin für die Gemeinde Mering ordiniert.
Bezugnehmend auf den Liedvortrag des Gemeindechors (Meine Seele ist stille in dir) äußerte Apostel Sargant den Wunsch, dass die Gemeinde in dieser hektischen und manchmal auch lauten Zeit, im Hause des Herrn in diese Stille kommen darf. Er ist der HERR, der es in uns ruhig werden lässt, auch wenn es ungewiss ist, wie es morgen weitergeht.
Der Apostel rief das Jahresmotto des vergangenen Jahres in Erinnerung: "Mit Christus dienen und regieren", passend zur Überschrift des Teilkapitels vom Textwort „vom Herrschen und vom dienen". Wir leben in einer Zeit, in der kaum jemand vom Dienen redet; keiner will mehr dienen, sondern nur verdienen. Man möchte lieber Chef sein und anderen sagen, was sie zu tun haben, als sich unterzuordnen. Selbst die Jünger haben sich darum gestritten, wer unter ihnen der Größte ist. Die Mutter von Jakobus und Johannes hat darum gebeten, dass ihre Söhne in seinem Reich zu seiner Rechten und Linken sitzen dürfen. Jesus antwortete ihr, dass dies allein der Himmlische Vater entscheidet. Der HERR segnet die Dienstbereitschaft aus der Liebe heraus. Alles was Jesus getan hat, hat er aus Liebe getan. Jesus herrscht nicht wie die Mächtigen dieser Welt, er hat uns als Beispiele die Fußwaschung an seine Jünger gegeben. "Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut , wie ich euch getan habe (Joh. 13,15) und "Der Größte unter Euch soll euer Diener sein" (Matth. 23,11).
Wir wollen Diener des Herrn sein und das Wesen Jesus Christus immer mehr in uns offenbar werden lassen. Wer heute dient, kann einmal mit dem HERRN im Friedensreich regieren. Dort werden wir den HERRN loben und preisen und es wird uns nicht langweilig werden. Aus der Liebe heraus zu dienen bedeutet, dass wir denen, die wir lieb haben, gerne einen Dienst erweisen. Wenn wir uns in der Gemeinde einbringen, werden wir selber reich gemacht. Aus der Liebe zum HERRN tun wir im Rahmen unserer Fähigkeit das Möglichste. Wir fühlen es in uns, zu was wir fähig sind. Lassen wir uns immer wieder vom Heiligen Geist lenken und leiten.
Wir wollen unser Leben im Sinn und Geiste Jesus Christus und des Evangeliums, das er uns vorgelebt hat, gestalten. Wie sieht es aus, wenn uns der treue Gott eine Aufgabe zuteilt, wofür wir uns nicht beworben haben? Wir wollen es uns bewusst machen, von wem wir unsere Gaben erhalten haben und uns in seinen Dienst stellen.
Im Anschluss bat der Apostel den Bezirksältesten Rainer Stumpf (Leiter des Kirchenbezirks Augsburg/Nördlingen), um eine weitere Predigt. Er sagte, dass Jesus uns in der Fußwaschung seiner Jünger ein Beispiel für einen Liebesdienst gegeben hat. Können wir ebenfalls ein Vorbild sein? Zum Beispiel in der Zuwendung zum Nächsten, ohne Ansehen der Person. In der Hand eines Meisters kann sein Werkzeug einen wertvollen Dienst vollbringen. Wenn unser Herr und Meister dich und mich in die Hand nimmt, sind wir zu allem fähig.
Nach der Feier des heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel in bewegenden Worten und zur besonderen Freude der Gemeinde Anette Kraut als Diakonin und beauftragte Sie im Bezirk Augsburg/Nördlingen und für die Gemeinde Mering tätig zu werden.