Ein erlebnisreiches Wochenende der Bezirksämter des Apostelbereichs München im Weilheimer Oberland.
Was haben ein bayerisches Frühstück, ein Stadtarchivar, ein geheimnisvolles Loch in der Kirchendecke und eine Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg gemeinsam? Sie alle waren Teil eines rundum gelungenen Wochenendes der Bezirksämter des Apostelbereichs München mit ihren Frauen. Und mittendrin die Frage: Was hat Heberlein und Hasilein gemeinsam?
Der Samstag begann an der Neuapostolischen Kirche in Weilheim mit einem zünftigen bayerischen Frühstück. Bei Leberkäs, Brezen und angeregten Gesprächen war schnell klar: Die Stimmung passte, die Gemeinschaft sowieso. Apostel Sargant eröffnete das Treffen mit einem Gebet, bevor Bezirksevangelist Ländle die Bezirksämter und ihre Frauen herzlich im Oberland willkommen hieß.
Gestärkt und bestens gelaunt ging es anschließend auf Entdeckungstour durch Weilheim. Als Stadtführer wartete Dr. Joachim Heberlein auf die Gruppe – Stadtarchivar, ausgewiesener Kenner der Stadt und, wie sich schnell herausstellte, ein Weilheimer mit Leib und Seele. Mit viel Sachkenntnis, Humor und einer gehörigen Portion Heimatliebe führte er durch die Geschichte seiner Stadt.
Und damit wären wir bei der Frage nach Heberlein und Hasilein: Dr. Heberlein ist ein „echter“ Weilheimer und dort geboren. Ebenso stammt die Frau von Bezirksevangelist Ländle aus Weilheim, die liebevoll „Hasilein“ genannt wird.
Die Stadtführung hatte einiges zu bieten. So erfuhren die Teilnehmer, dass St. Pölten tatsächlich ein Stadtteil von Weilheim ist. Wer hätte das gedacht? Manch einer hatte bei St. Pölten vermutlich eher an Österreich gedacht.
Auch die Geschichte der Kirchenbänke sorgte für Erstaunen und Schmunzeln. Früher konnte der Platz in der Kirche durchaus eine Frage des Geldbeutels sein. Außenplätze waren besonders begehrt und entsprechend teurer – schließlich wollte man nicht nur den Gottesdienst erleben, sondern auch sehen und gesehen werden. Das sogenannte Kirchensitzgeld machte es möglich. In der Kirche selbst wartete außerdem das sogenannte Heilig-Geist-Loch in der Kuppel der Kirche auf die neugierigen Besucher. Beeindruckend, der Blick von oben nach unten!
Und dann war da noch die Frage: Warum hat Adam eigentlich in den Apfel gebissen? Die Antwort des Stadtführers war ebenso knapp wie überzeugend: „Dass a Ruah war!“ Spätestens da war klar, dass dieser Stadtführer nicht nur viel wusste, sondern auch den bayerischen Humor bestens beherrschte.
Nach so viel Geschichte ging es hoch hinaus: zur Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg. Dort wartete mit Fritz Schönenborn ein weiterer kundiger Begleiter auf die Gruppe. Der frühere Bezirksvorsteher hatte über 40 Jahre auf der Wetterstation gearbeitet und wusste entsprechend viel über die Wetterbeobachtung und die Messungen verschiedenster meteorologischer Größen zu berichten.
Und natürlich passte der Besuch auch bestens zum Wochenende im Oberland: Bei einem Ausflug mit so vielen Höhepunkten durfte das Wetter schließlich nicht ganz nebensächlich sein.
Am Samstagabend klang der erlebnisreiche Tag bei einem gemeinsamen Abendessen in wunderbar angenehmer Atmosphäre aus. Es wurde erzählt, gelacht und die Gelegenheit genutzt, sich abseits des Alltags auszutauschen. Gerade diese persönlichen Begegnungen und Gespräche machen solche Treffen so wertvoll.
Am Sonntagmorgen stand dann das gemeinsame Erleben des Glaubens im Mittelpunkt. Die Bezirksämter besuchten gemeinsam den Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Weilheim. Apostel Sargant diente der Gemeinde Weilheim und Peiting und setzte damit einen geistlichen Höhepunkt zum Abschluss des Wochenendes. Eine besondere Freude war die Ernennung eines stellvertretenden Gemeindevorstehers für die Gemeinde Weilheim. Ein Erwachsener und ein Kind empfingen zur Freude der Gemeinde die Gabe des Heiligen Geistes.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen klang das Wochenende schließlich gemütlich aus. Mit vielen schönen Eindrücken und persönlichen Begegnungen im Gepäck machten sich die Teilnehmer wieder auf den Heimweg.