Mit einem Bibelwort aus Römer 13,11 feierte Apostel Martin Rheinberger am 18. Dezember 2025 einen Fest-Gottesdienst in der Gemeinde Augsburg-Stettenstraße: „Und das tut, weil ihr die Zeit erkannt habt, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.“ Eingeladen waren alle Gemeinden des Kirchenbezirks Augsburg/Nördlingen.
Ausgehend vom Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen richtet Apostel Rheinberger den Blick auf das persönliche Glaubensleben: Jede und jeder Gläubige sei aufgefordert, auf das eigene Licht, den eigenen Glauben zu achten, damit es leuchtet und Gott durch die Taten der Gläubigen sichtbar wird.
Im Mittelpunkt der Predigt steht die Frage, was Christen müde macht. Müdigkeit entsteht beispielsweise dort, wo Gottes Hilfe nicht unmittelbar sichtbar wird, Gemeinden kleiner werden oder der eigene Anspruch an das Gute im Alltag unerfüllt bleibt. Auch Enttäuschungen – etwa durch menschliche Fehler, unerfüllte Erwartungen an Amtstragende oder an die eigene Gemeinde – könnten ermüden.
Dem stellt der Apostel die ermutigende Botschaft entgegen: Gott macht wach und schenkt neue Kraft zum Durchhalten. Vergebung öffnet die Augen, macht Versöhnung möglich und hilft, gemeinsam der Wiederkunft von Jesus Christus entgegenzugehen.
In diesem Zusammenhang greift Apostel Rheinberger auch das Jahresmotto 2025 der Neuapostolischen Kirche auf: „Es ist Zeit, Gutes zu tun“. Er lädt dazu ein, das Motto nicht nur als Leitwort, sondern als gelebte Haltung im Alltag zu verankern und bewusst Zeit zu investieren, um Gutes zu tun und auf diese Weise das eigene Licht brennen zu lassen.
In seinem Predigtbeitrag spricht Bischof Paul Hepp, stellvertretender Leiter des Apostelbereichs München, über das „Aufstehen“ im geistlichen Sinn. Wie man morgens nach dem Aufstehen alte Schlafkleidung ablegt und neue anzieht, so gilt es auch im Glauben, neue „Heilskleider“ anzulegen: das Heilskleid der Demut etwa, das Gottes Liebe sichtbar macht, das Kleid der Geduld und das Kleid der Vergebung – auch dann, wenn das Vergeben von anderen nicht verstanden oder belächelt wird.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls wurde mehreren Geschwistern die Gabe Heiligen Geistes („Heilige Versiegelung) gespendet.
Bevor unser künftiger Bezirksapostel den Gottesdienst beendete, wurde Diakon Tim Broscheit zum Priester für die Gemeinde Augsburg-Bärenkeller und Elias Teutschländer zum Diakon für die Gemeinde Augsburg-Stettenstraße ordiniert. Die beiden Amtsträger ermutigt Apostel Rheinberger, ihre Aufgaben mit Herz und Verstand zu erfüllen – in dem Bewusstsein, dass auch die Jünger zunächst ihre Boote an Land gebracht haben, bevor sie Jesus nachfolgten.
Zusammenfassung: Der Gottesdienst ruft dazu auf, geistlich wach zu bleiben, Entmutigung zu überwinden und das eigene Glaubenslicht durch gute Taten aktiv leuchten zu lassen. Vergebung, Demut und Geduldhelfen dabei, dem Herrn mutig entgegenzugehen und das Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ konkret im Alltag zu leben.
Text: Monika Wolf Weber
Bilder: Christian Lehr