Am 9. April 2025 besucht Apostel Andreas Sargant, Leiter des Apostelbezirks München, die Gemeinde Gersthofen. Dazu eingeladen sind die Gemeinden Augsburg-Bärenkeller, Bäumenheim und Neusäß. Dem Gottesdienst liegt das Bibelwort aus Matthäus 13, 33 zugrunde: "Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war."
Apostel Sargant erläutert zunächst den Zweck von Sauerteig: er dient als Backtriebmittel und sorgt dafür, dass das Brot locker, saftig und wohlschmeckend wird. Zunächst ist er im Mehl verborgen, doch dann löst er den Gärprozess und damit eine Entwicklung aus.
Dies lässt sich auf verschiedene Aspekte übertragen:
Von außen war nicht sichtbar, dass Jesus Christus Gottessohn ist. Nur durch sein Wirken und seine Wunder wurde sichtbar, dass er durch und durch mit dem Heiligen Geist erfüllt war.
Jesu Sieg über das Böse blieb zunächst unsichtbar. Dieser Sieg ist Urquell des Heils, welches sich im Heiligen Abendmahl zeigt.
Bei der Heiligen Versiegelung wird die Gabe Heiligen Geistes gespendet - auch diese ist zunächst unsichtbar.
Kirche ist unvollkommen und dennoch wirkt Jesus Christus. Vollkommen sichtbar wird dies erst im Reich Gottes.
Das Verborgene wird erst sichtbar, wenn Entwicklung stattfindet. Gleiches gilt für das Reich Gottes: es ist schon heute überall dort sichtbar, wo sich der dreieinige Gott in den Menschen entwickelt: sei es in Gedanken, in Wort oder Tat.
In einem weiteren Predigtbeitrag greift der stellvertretende Bezirksvorsteher Simon Friesch das Gleichnis vom Senfkorn auf.
Er geht darauf ein, dass die Gläubigen dem Wesen Jesu ähnlicher werden wollen und vergleicht diesen Wunsch mit einem Samen. Damit ein Same aufgeht, ist dauerhafte Pflege notwendig - nicht einmal viel Wasser und dann erstmal keines mehr. Genauso ist es im Glaubensleben: um dem Wesen Jesus ähnlicher zu werden, ist es notwendig, in der Gemeinschaft der Gläubigen zu wachsen und dem Heiligen Geist Raum zugeben, um eine dauerhafte Entwicklung zu bewirken.
Einen zusätzlich Akzent erhält der Gottesdienst durch den Empfang des Sakramentes der Heilige Versiegelung (Gabe Heiligen Geistes) für drei Kinderseelen.
Zudem wird Diakon Hermann Hintermeier, nach über 30 Jahren als Amtsträger, in den wohlverdienten Ruhestand gesetzt.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Martin (Gemeinde Gersthofen)