Bezirksapostel Michael Ehrich besucht am 16. Februar 2025 die Gemeinde Gersthofen. Eingeladen sind die Gemeinden Augsburg-Bärenkeller, Neusäß und Bäumenheim sowie die (stellvertretenden) Vorsteher des Bezirks Augsburg/Nördlingen und Kirchenbezirksleiter des Apostelbereichs München. Dem Gottesdienst liegt das Bibelwort „Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ aus dem Gleichnis des reichen Jünglings (Matthäus 19, 16) zugrunde.
Der Leiter der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland erläutert zunächst, dass die Menschen meist nur einen Bruchteil ihrer Zeit für den Glauben an Gott aufwenden, da berufliche und private Anliegen häufig viel Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch sollte es Gläubigen bewusst sein, dass Zeit ein Geschenk Gottes ist, das es sinnvoll zu nutzen gilt - auch um sich selbst und seiner Seele Gutes zu tun. Das Jahresmotto „Es ist Zeit Gutes zu tun“ sei daher nicht nur auf andere sondern auch auf einen selbst anwendbar. Denn, wer ausschließlich an andere denkt und sich selbst dabei vergisst, "brennt" auf Dauer auch im Seelischen aus. Um das Ziel, auf ewig bei Gott zu sein, zu erreichen, müssen sich daher auch die Gläubigen die Frage stellen: „Was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“.
Antwort darauf gibt der Dreiklang der Worte Jesu in Matthäus 19, 17ff:
Jesus erläutert dem reichen Jüngling, dass er das Wort Gottes bereits kennt und daher auch wisse, was das Gute ist. Er müsse sich demnach nur an Gottes Wort halten.
Darüber hinaus solle sich der reiche Jüngling an die Gebote halten. Denn, wer sich nicht nur oberflächlich an die Gebote hält, sondern diese auch im Herzen trägt, bei dem ändert sich die innere Einstellung und aus „Du sollst nicht …“ wird „Ich will …“ Gottes Gebote halten.
Zudem fordert Jesus den reichen Jüngling dazu auf, seinen Besitz zu verkaufen, und ihm nachzufolgen. Für die Gläubigen bedeutet dies, dass sie den Willen Gottes gerne tun wollen und sich regelmäßig selbst die Frage stellen sollten: „Kann ich alles, um des Herren Willen, verlassen?“.
In einem weiteren Predigtbeitrag verdeutlicht Bischof Paul Hepp, dass durchaus der Gedanke aufkommen könne „So verkehrt bin ich gar nicht. Ich halte mich an alles“. Daher gilt es, sich immer selbst zu überprüfen: Folgt man wirklich mit ganzen Herzen oder tut man dies zum Beispiel nur aus Berechnung oder Angst vor Strafe? Denn wer im Einklang mit der Lehre Jesu lebt, macht sich Gottes Willen zu eigen und richtet diese Frage regelmäßig an Gott.
Einen zusätzlich Akzent erhält der Gottesdienst durch den Empfang des Sakramentes der Heilige Versiegelung (Gabe Heiligen Geistes) für vier Kinderseelen und das Heilige Abendmahl für bereits verstorbene Seelen.
Zudem wird Diakon Felix Peter für die Gemeinde Neusäß in das Priesteramt ordiniert.
Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes übernehmen Chor & Orchester aller eingeladenen Gemeinden sowie der Bezirkskinderchor.
Text: Jasmin (Gemeinde Gersthofen)
Bilder: Martin (Gemeinde Gersthofen)