Priester Gerhard Peter, stellvertretender Bezirksvorsteher des Bezirks Augsburg/ Nördlingen, hielt am 12.04.2026 den Gottesdienst mit Konfirmation in der Gemeinde Augsburg-Stettenstraße, zu dem die Gemeinden Augsburg-Haunstetten, Mering und Neusäß eingeladen waren.
Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Matthäus 10,32 zu Grunde, welches auch der Stammapostel in seinem Brief an die Konfirmanden erwähnte:
„Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater.“Zu Beginn seiner Predigt begrüßte Priester Peter die Konfirmanden Helena, Emily, Adrian, Felix, Sebastian und Elias. Im Hinblick auf das von den Konfirmanden später zu sprechende Gelübde betonte er das Wort „Ich“. Jeder der Konfirmanden hat somit eine Entscheidung zum Bekennen seines Glaubens getroffen. Er wies auf ein Wort des Stammapostels hin, wonach jeder den Glauben auf sich selbst beziehen soll. Somit werde die Entscheidung zu einer bewussten Entscheidung, seinen Glauben zu bekennen.
Des weiteren führte er aus, dass im irdischen Leben sich viele Menschen zu ihren Hobbies oder Vorlieben bekennen. Das Bekenntnis zum Herrn aber dient zum eigenen Schutz. Priester Peter veranschaulichte dies, indem er sich als „Gurtmuffel“ in seinen frühen Jahren zu erkennen gab, als die Anschnallpflicht vorgeschrieben wurde.
Ebenfalls Bestandteil des Konfirmandenbriefs ist, dass der Glaube keine Last darstelle, sondern eine Chance, Schutz und Freude bedeutet. Das Bekenntnis des Glaubens ist auch ein Bekenntnis der Liebe zu Jesus. Die Liebe Jesu zu uns ist nicht zeitlich begrenzt, er ist für auch Dich gestorben. Jesus knüpft keine Bedingungen an seine Liebe. Du kannst immer mit Deinen Anliegen zu Jesus kommen. Er will Euch überall begleiten, er drängt sich auch nicht auf, er macht Angebote.
Der Heilige Geist, den wir alle erhalten haben, muss Platz in uns haben, das heißt wir müssen uns mit ihm beschäftigen und beten, dass dieser Geist Gottes in uns bleibt. Unter Hinweis auf das Eingangslied wies Priester Peter noch auf unsere ewige Heimat hin unter dem Jesuwort: „Handelt, bis ich wieder komme“.
Zu einem Predigtbeitrag wurde der zweite stellvertretende Bezirksvorsteher des Bezirks Augsburg/Nördlingen, Priester Edtbauer, gebeten. Er führte aus, dass die Konfirmanden heute im Mittelpunkt stehen, da sie sich zu Gott bekennen. Somit bekennt sich auch Gott zu ihnen. Er erwähnte den Bezirksapostel, wonach die Worte „Du sollst …“ aus den Geboten zu einem „Ich will …“ werden sollen.
Er stellte die Frage, was denn passieren würde, wenn sich eine Seele nicht daran hält.
Er erwähnte das Beispiel von Apostel Petrus, der den Herrn dreimal verleugnete. Jesus hat ihn nicht getadelt oder darauf angesprochen, sondern ihn nur gefragt, ob er ihn liebe. Priester Edtbauer gab den Konfirmanden die Empfehlung, Jesus als Ratgeber einzu-binden. Er ist bei uns alle Tage bis an der Welt Ende. Er ist immer da, wo Du gerade bist, auch wenn die Nachfolge und das Bekennen gerade schwerfallen. Hierauf können sich die Konfirmanden fest verlassen.
Vor der Einsegnung der Konfirmanden wies Priester Peter darauf hin, dass die Konfirmation der Beginn ist, mit Gott zusammen den Glaubensweg zu gehen. Zuvor müsse aber die Freimachung von den Sünden erfolgen. Dies sei unbedingt nötig.Nach der Sündenvergebung erfolgte das Vorlesen des Briefes des Stammapostels an die Konfirmanden durch Schwester Monika Weber.Während seiner Ansprache an die Konfirmanden vor dem Altar, unmittelbar vor der Segensübermittlung, empfahl Priester Peter, täglich zu beten und erwähnte das persönliche Gebet. Von Jesus stammt die Aufforderung: „Betet ohne Unterlass“. Das heißt, mit ihm in Kontakt zu bleiben, regelmäßig zu beten. Ein tägliches Gebet, wenn auch nur ganz kurz, ist wichtig.
Nach der Segensspendung der Konfirmanden beglückwünschte Priester Peter alle Konfirmanden und übergab ihnen den Konfirmandenbrief. Anschließend feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl und der Festgottesdienst wurde mit dem Schlussgebet sowie Schlusssegen beendet.
Text: Klaus Eser
Fotos: Benedikt Spindler