Apostel Andreas Sargant, Leiter des Apostelbereichs München, hielt am 29.03.2026 den Gottesdienst an Palmsonntag in der Gemeinde Augsburg-Stettenstraße. Eingeladen waren alle Augsburger Stadtgemeinden sowie die Gemeinden Aichach, Friedberg und Neusäß. Der Apostel legte dem Gottesdienst das Textwort aus Lukas 19, 36 und 37 zu Grunde: „Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten.“
Nach einleitenden Worten bat Apostel Sargant, wie üblich an kirchlichen Feiertagen, dass die Bibellesung vorgetragen wird (Markus 11, 1 – 11). Anschließend begann der Apostelden Predigtteil mit Hinweis auf die jeweils unterschiedlichen Sichtweisen des Palmsonn- tagsgeschehens durch die vier Evangelisten. Bei Lukas, dem „Jubelevangelisten“, wurde die Wegbereitung für Jesus Christus durch die Jünger besonders hervorgehoben, als sie ihre Kleider auf den Weg legten und ihn lobten. Der Apostel verwendete beispielhaft das Bild eines Schneepfluges, der Hindernisse aus dem Weg räumt und somit den Weg bereitet. Die Kleider auf den Weg legen bedeutet für uns, den Herrn anzunehmen und davon Zeugnis abzulegen.
Der Apostel sprach von dem lauten Jubel der Jünger aufgrund der Wunder und Ereignisse, die sie gesehen und erlebt haben. Ein solches Jubeln ist heute schwer zu praktizieren, da das Christentum mehr und mehr zurückgeht. Aber wir als Gemeinde geben ein Zeugnis ab, dass uns der Herr wichtig ist und wissen, was er bereits alles Großes gewirkt hat. Auch dann, wenn aus unserer Sicht nicht alles gut läuft. Gut bei Gott heißt nicht unbedingt gut bei uns oder wie wir es meinen oder gerne hätten. Blicken wir auf das Große.Apostel Sargant stellte die Frage: „Glauben wir an das ewige Leben?“ Wir lassen uns zubereiten und glauben, dass Gott war, ist und immer sein wird. Die Freude an Gott soll sichtbar sein. Das heißt, mit den erhaltenen Gaben dienen und somit ein Zeugnis abgeben, da sonst die Steine reden müssten (vgl. Lukas 19,40).
Am Ende seiner Predigt forderte der Apostel dazu auf, uns den Blick auf das Große nicht vernebeln zu lassen. Es geht der ewigen Heimat entgegen.
Zu einem Predigtbeitrag wurde der stellvertretende Bezirksvorsteher, Priester Gerhard Peter, gerufen. Er wies auf die lange zurückliegende Vorhersage des Einzugs in Jerusa-lem durch mehrere Propheten hin. Er führte weiter aus, dass Gott will, dass wir uns freuen. Priester Peter erwähnte die Freude des Apostel Petrus, als er auf dem Berg der Ver- klärung war und dort bleiben wollte. Eine solche Freude soll bei uns immer mehr in den Mittelpunkt rücken.
Ein weiterer Predigtbeitrag erfolgte durch den Vorsteher der Gemeinde Friedberg, Priester Walter Schaller. Er ging nochmals auf das Bild vom Schneepflug ein. Wenn wir in die Fußspuren derer treten, die voran gehen, ist so manches schon beiseite geräumt, was das Gehen erschwert hätte. Er wies auf Jesus hin, der immer bei uns ist und alle Situationen des Lebens kennt. Das soll Freude auslösen.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls betonte der Apostel, dass sich die uns von Gott gegebenen Gaben in unseren Seelen entfalten müssen. Das Ziel unseres Glaubens sollte Freude auslösen.
Manche Situationen in unserem Leben können wie eine Niederlage aussehen, wie auch viele damals meinten, der Tod Jesu am Kreuz war eine Niederlage. Es war jedoch der Sieg über Hölle, Tod und Sünde, das Böse. Er forderte dazu auf, die Auswirkung des Opfers Jesu im Glauben zu ergreifen. Das wird Freude auslösen. Nehmen wir das Abendmahl bewusst wahr und sind vergebungsbereit. Dies ist Wegbereitung für seine Gnade.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete Apostel Sargant zwei kleinen Kindern – Elena aus Aichach und Kasper aus der Stettenstraße - die Gabe Heiligen Geistes.
Bevor unser Apostel den Gottesdienst mit Schlussgebet und Schlusssegen beendete, empfing Bruder Jonathan Birk-Striebel das Diakonenamt für die Gemeinde Friedberg.
Text : Klaus Eser